SK RAPID WIEN - Geschichte

Ernst Dokupil © by ZollesErnst Dokupil © by ZollesErnst Dokupil © by Zolles

1994 - 2001

 

 

SCR - Rapidgeschichte

 
 

 

Frühjahr 1994

„Rapid war kurz vor dem endgültigen Aus, der Konkurs schien unvermeidlich. […] Am 1.Juni 1994 meldete der geschäftsführende Vizepräsident Oertel in der Wiener Riemergasse den Ausgleich des Sk Rapid an. […] Die Schulden des Vereins und der Rapid AG betrugen insgesamt 103 Millionen Schilling."

(Karl P. Koban, Johann Skocek, Wolfgang Weisgram; 100 Jahre Rapid/Geschichte einer Legende, Wien 1999; S.166ff.)

 

 

Die Auferstehung des SK RAPID Wien


Rapidtrainer Ernst Dokupil

Im Sommer 1994 kommt aber ein neuer Trainer nach Hütteldorf, ERNST DOKUPIL!

Endlich geht es mit dem neuen Rapid-Trainer wieder bergauf! In der Meisterschaft spielt der Sk Rapid Wien bis zum Schluß um den Titel, wird aber am Ende hinter Austria Salzburg und Sturm Graz Dritter.

Dafür wird endlich wieder der ÖFB-Cup nach Hütteldorf entführt! Cupsieg 1995Im Halbfinale besiegt der SK Rapid Wien vor 17.000 begeisterten Zuschauern im Hanappistadion Austria Salzburg mit 2:0! Marcus Pürk erzielt beide Tore. Ein unvergesslicher Abend. Im Finale trifft dann der SCR im Ernst Happel-Stadion auf DSV Leoben. Rapid gewinnt durch ein Tor von Peter Guggi mit 1:0 und ist österreichischer Cupsieger.

 

1995/1996


Endlich wieder Europacup! In der ersten Runde besiegt der SCR im Hanappistadion den rumänischen Vertreter Petrolul Ploiesti, wie so oft in der Rapid-Viertelstunde, mit 3:1. Auswärts reicht dann ein 0:0 für den Aufstieg.

Doch schon in der nächsten Runde wartet mit Sporting Lissabon eine der besten Mannschaften Europas auf Rapid. In Portugal verliert Rapid vor 55.000 Zuschauern noch mit 0:2. Im Rückspiel aber, das trotz des Hinspielergebnisses im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen wird, legt der SCR die erste Reifeprüfung ab. Das Unmögliche soll möglich gemacht werden. Bereits in der 25. Minute gelingt Didi Kühbauer das 1:0 für die Grünweißen, und andauernde Sturmläufe Rapids bringen durch Christian Stumpf in der 92. Minute endlich das lang ersehnte 2:0, eine Verlängerung wird notwendig. In der Verlängerung trifft Stumpf an diesem Abend zum zweiten Mal und ein Tor von Carsten Jancker bringt die endgültige Entscheidung, Rapid war weiter!

Nun wartet mit Dynamo Moskau ein alter und auch starker Bekannter. Carsten JanckerBeide Partien werden allerdings souverän gewonnen, auswärts unter schwierigsten Bedingungen mit 1:0, und im Ernst Happel Stadion siegt Rapid durch zwei Tore des am Kopf verletzten Carsten Jancker („Turban Turbo“) und einen Treffer von Peter Stöger mit 3:0.

Im Semifinale trifft der SCR auf Feyenoord Rotterdam. In Rotterdam ging Feyenoord durch einen fragwürdigen Elfmeter 1:0 in Führung, doch schon wenige Minuten später gelingt Rapid der Ausgleich. Peter Stöger flankt in den Strafraum, Stumpf verlängert zu Carsten Jancker, und der erzielt das 1:1.

Das Rückspiel im Ernst Happel-Stadion war mit 48.000 Zuschauern schon lange ausverkauft! FINALE - FINALE - EUROPACUPFINALE! hieß das Motto. Rapid schlägt an diesem wunderbaren Abend durch 2 Tore von Carsten "Air" Jancker und einem Treffer von Christian "Büffel" Stumpf Feyenoord Rotterdam mit 3:0!

 

Rapidfans im EuropacupfinaleFINALE - FINALE - EUROPACUPFINALE! Endlich, Rapid ist nach 1985 wieder in einem Europacup-Finale! Diesmal heißt im Stade Roi Baudoin in Brüssel der Gegner Paris Saint Germain. 12.000 Rapid-Fans sind an diesem 8. Mai 1996 mit ihrer Mannschaft mitgereist. Doch ein unglücklich abgefälschter Freistoß von N'Gotty in der 29. Minute zerbricht den Traum eines Europacupsieges von so vielen Rapidfans. Paris Saint Germain war, obwohl Rapid in den Schlussminuten noch einige gute Chancen auf den Ausgleich hatte, insgesamt gesehen in diesem Finale vielleicht doch die routiniertere und bessere Mannschaft.

Nach Spielende blieb Carsten Jancker trauernd um diese vergebene Chance auf dem Spielfeld liegen, und die Rapidfans feierten noch lange ihre Mannschaft. Beeindruckende und unvergessliche Momente.

 

1995/96 wird SK RAPID WIEN auch österreichischer Meister! Die längste Zeit führt der SCR überlegen in der Tabelle, erst gegen Ende der Meisterschaft gibt es durch die Doppelbelastung mit dem Europacup einen leichten Einbruch, sodass es am letzten Spieltag zu einem Entscheidungsspiel gegen Sturm Graz kommen sollte. Binnen kurzem ist das Ernst Happel-Stadion restlos ausverkauft. Ein Remis würde in diesem Spiel gegen Sturm für den Meistertitel reichen, Carsten Jancker mit Meistertelleraber Rapid sucht vor 48.000 Zuschauern von Beginn an die Entscheidung und überrascht so Sturm Graz. Durch Tore von Pivarnik und Stumpf gewinnt der SCR gegen Sturm Graz mit 2:0 und damit auch den Meistertitel. Der SK RAPID WIEN wurde damit zum 30. Mal österreichischer Meister.

 

 

 

 

(wird fortgesetzt)

 

 

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