Mein ehrliches Fazit zum Film Ready or Not
Alriiiiiighty. Okay, okay, das ist verrückt, aber doch irgendwie genial.
Genau das ist mir bei Ready or Not passiert. Ich hatte ehrlich gesagt keine großen Erwartungen. Eine Braut, die nach der Hochzeit von ihren Schwiegereltern gejagt wird? Klingt eher nach einer schlechten Netflix-Parodie. Und trotzdem hat mich der Film überrascht, auf eine eigenartig unterhaltsame Art. Hier der Trailer, wer ihn sich ansehen will.

Samara Weaving als Grace ist ein Volltreffer. Sie trägt den Film praktisch allein, mit einer Mischung aus Panik, Sarkasmus und purer Wut. Man spürt, dass sie alles gibt, um aus diesem Albtraum zu entkommen. Das Setting, diese luxuriöse Villa, das unheimliche Licht, das groteske Familienritual, ist großartig umgesetzt. Und das Beste ist, dass der Film die Absurdität des Reichtums so herrlich böse aufs Korn nimmt, dass man fast Mitleid mit den Reichen bekommt. Fast.
Aber dann, ja, dann kommt das letzte Drittel. Da merkt man, dass das Drehbuch ein bissl schwächelt. Figuren ändern plötzlich ihre Meinung, ohne Grund, Entscheidungen wirken unverdient und einige Szenen fühlen sich schlicht faul inszeniert an. Dieses „Handheld“ Feeling, das wohl Spannung erzeugen sollte, lenkt eher ab. Trotzdem, man kann dem Film nicht absprechen, dass er Spaß macht. Die Mischung aus Horror, Humor und Gesellschaftskritik funktioniert überraschend gut, auch wenn sie sich am Ende ein bisschen selbst verliert. Gerade wenn sich Samara Weaving 2x aus der selben Situation aus hahnebüchigen Gründen sich selber befreien kann. Aber gut, anyway..
.. unterm Strich ist Ready or Not kein perfekter Film, aber ein spannendes, bissiges Experiment, das zeigt, wie absurd Reichtum, Macht und Familie werden können, wenn man sie zu weit treibt. Kann man sich ansehen finde ich. Lasst mich wissen, wie es euch so gefallen hat.